Neuer Depotwert: Starbucks

Eine neue Aktie hat nun endlich den Weg in mein Depot gefunden. Lang lang ist es her, seit ich den letzten Kauf getätigt hatte, genauer gesagt 1 Jahr und 2 Monate. Ich wusste schon seit ein paar Wochen, dass ich genug Geld gespart habe um mir Anteile an einem weiteren Unternehmen kaufen zu können. Es stellte sich nur noch die Frage um welches Unternehmen es sich dabei handeln sollte. Wie ihr der Überschrift sicher schon entnommen habt, habe ich mich für Starbucks entschieden. Warum genau werde ich euch im Folgenden noch erläutern.

Das Unternehmen Starbucks

Ich gehe mal davon aus, dass jeder von euch Starbucks kennt, trotzdem möchte ich noch einmal kurz ein paar wichtige Fakten zum Unternehmen nennen.

Starbucks ist ein weltweit führender Röster, Vermarkter und Vertreiber von Kaffeespezialitäten. Das Unternehmen wurde 1971 in Seattle gegründet und agiert mittlerweile in 75 verschiedenen Ländern. Neben Kaffee werden in den zahlreichen Starbucks Filialen auch Tee, kalte Mischgetränke, Fruchtsäfte, Back- und Süßwaren oder Tassen und Trinkbehälter verkauft. Die Anzahl der Stores liegt bei über 25.000 Stück. Das Hauptziel des Unternehmens ist es, Starbucks als eine der am meist beachtetsten und respektiertesten Marken der Welt zu etablieren, um dies zu erreichen werden unter anderem ständig  neue Stores eröffnet und bestehende optimiert.

Risikofaktoren

Kommen wir zu einigen Punkten, die gegen ein Investment in Starbucks sprechen bzw. Risiken mit denen Starbucks konfrontiert wird. Bei amerikanischen Unternehmen ist dies immer sehr schön im Geschäftsbericht (Annual Report) nachzulesen, da die Unternehmen verpflichtet sind, in diesem potenzielle Risikofaktoren aufzuzeigen.

Zu Allererst werden dabei Makroökonomische Einflüsse genannt, die dazu führen könnten, dass Kunden weniger Geld zur Verfügung haben und somit weniger für Kaffee und Co ausgeben können. Weitergehend wird gesagt, dass der Erfolg von Starbucks hauptsächlich von dem Wert der Marke abhängig ist, sollte es nicht gelingen diesen Wert zu schützen und aufrecht zu erhalten, könnte dies den Erfolg beeinträchtigen. Was könnte den Wert der Marke Starbucks negativ beeinflussen? Genannt werden hier, Getränkekrankheiten, Manipulationen, Verseuchungen, falsche Beschriftung von Inhaltsstoffen oder eine schlechte öffentliche oder medizinische Meinung über das Konsumieren von Kaffee etc. Im Bericht werden noch einige weitere Faktoren genannt und auf mehreren Seiten ausführlich erläutert. Falls ihr auch vorhabt in Starbucks zu investieren oder einfach nur nach Argumenten sucht um gegen eine Investition zu plädieren, solltet ihr euch unbedingt den Annual Report anschauen. Abschließend möchte ich hier noch den hohen Wettbewerb auf dem Markt für Kaffeespezialitäten und die Abhängigkeit vom Preis von hochwertigen Arabica Kaffeebohnen nennen.

Meine Gründe, warum ich die Aktie gekauft habe!

Da der Euro in letzter Zeit einiges an Wert gewonnen hat und ich auch schon 2 deutsche Unternehmen in meinem noch relativ kleinen Depot liegen habe, sollte es diesmal wieder ein ausländisches Unternehmen sein. Da bietet sich die USA natürlich erst einmal an. Darüber hinaus wollte ich mir eine neue Branche ins Depot legen und ein etwas dynamischeres Unternehmen besitzen, das noch ordentlich Wachstumspotential besitzt. Egal wo man hinschaut, man stößt praktisch in jeder Aktiengruppe, Blog, Podcast etc. unweigerlich auf Starbucks. Also habe ich mir das Ganze mal etwas genauer angesehen.

Zuerst einmal wären da die Umsatz- und Gewinnzahlen. Umsatz seit 2010 verdoppelt, Gewinn verdreifacht. Ziemlich gute Zahlen! Ein Grund näher hinzuschauen und die Dividende zu betrachten. Wie ihr wisst, ist mir eine stabile Dividendenzahlung ziemlich wichtig, da ich mir somit einen Einkommensstrom aufbauen möchte. Das erste mal wurde 2010 Dividende gezahlt, dass ist natürlich noch keine wirklich lange Historie, aber ich wollte ja auch ein noch im Wachstum befindliches Unternehmen, also geht das in Anbetracht, dass die Dividende seit dem jedes Jahr erhöht wurde, schon in Ordnung. Dabei wurde sie auch nicht nur in Minischritten angehoben, sondern im Durchschnitt jährlich um über 20%. Die Ausschüttungsquote liegt bei ungefähr 50%, also praktisch optimal für meine Begriffe. Einen kurzen Überblick über die Dividende verschiedenster Unternehmen könnt ihr sehr gut auf der Seite Dividendenadel von Christian W. Röhl erhalten. Hier der Link zum Starbucksprofil.

Weitere Fakten die zu meiner Kaufentscheidung beigetragen haben, sind die Eigenkapitalquote von über 40%, die bereits starke operative Marge die in den letzten Jahren noch weiter gesteigert werden konnte (2016: 19,6%), der jährlich steigende Cash Flow und nicht zuletzt der Wachstumsmarkt China in dem Starbucks jetzt ganz besonders immer mehr neue Stores eröffnen möchte. 2016 befanden sich in China 2500 Stores und Starbucks plant diese Zahl innerhalb von 5 Jahren zu verdoppeln. Doch nicht nur die Anzahl an Stores wächst, sondern selbst der Umsatz der einzelnen bereits vorhandenen Stores konnte erhöht werden.

An dieser Stelle möchte ich es erst einmal dabei belassen, dass sind weder alle positiven Fakten zu Starbucks noch wurden alle negativen Punkte und Risikofaktoren genannt. Ich möchte auch noch klar stellen, dass dies hier keinerlei Kaufempfehlung darstellt, sondern lediglich ein Update meines Depots indem ich meine Gründe für die Aufnahme in mein Depot dargelegt habe. Solltet ihr auch in Starbucks investieren wollen, dann informiert euch bitte auch über diesen Blogbeitrag hinaus ausführlich über das Unternehmen. Ein Medium dass ich dazu noch genutzt habe, war der Podcast Aktien mit Kopf von Kolja Barghoorn. In einer Folge hat er zusammen mit Jonathan Neuscheler viele interessante Fakten über Starbucks zusammengetragen. Da solltet ihr unbedingt mal vorbeischauen.

Der Kauf

Kommen wir abschließend noch zu den konkreten Zahlen zu denen ich Starbucks Aktien erworben habe:

Anzahl an Aktien: 23
Kurs: 46,06€ (inkl. Transaktionsgebühren)
Dividendenrendite: 1,81% (1,54% nach Quellensteuer, 1,33% nach Steuer gesamt)
Investitionssumme: 1.069,33€
davon 855€ neues Kapital und 214,33€ reinvestierte Dividenden.

Damit liegt das investierte Eigenkapital bei 6.155€, der Betrag der Aktienkäufe allerdings bei 6.400,02€.

Wie ihr seht ist die Dividendenrendite ein ganzes Stück niedriger als bei meinen bisherigen Investments. Ich hoffe aber darauf, dass die Dividende noch ein paar weitere Jahre mit um die 20% gesteigert werden kann.

Seid ihr auch in Starbucks investiert oder falls nicht, was sind eure Gründe dagegen? Was war stattdessen euer letzter Kauf und wie lange ist der her? Ich freue mich auf eure Kommentare 🙂

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