Einnahmen September 2017

Hi und willkommen zum Einkommenspost,

wieder einmal ist es Zeit um nachzuschauen, welche Einnahmen im vergangenen Monat realisiert werden konnten. Insgesamt war nicht allzu viel los im September was die Trades an sich betrifft, jedoch drum herum hat sich einiges ereignet und der September hielt zum Schluss noch eine große Überraschung bereit.

Über die Trades will ich an dieser Stelle gar nicht viel berichten, da nicht viel vorgefallen ist. 1-2 Optionen sind ausgelaufen, ein paar wurden neu eröffnet und das spannendste war eigentlich das nach unten und hinten rollen meines General Electric Puts.

Kommen wir zu den wesentlich interessanteren Sachen. In den Kommentaren zu meinem letzten Einkommenspost habe ich von zwei aufmerksamen Lesern den Tipp bekommen, doch etwas Geld in USD tauschen zu lassen, um die Zinskosten des Brokers zu reduzieren. An dieser Stelle nochmal großen Dank dafür. Nach dem ich mich informiert habe, wie das Ganze vonstatten geht und welche Transaktionsgebühren ich dafür bezahlen muss, habe ich am 08. September 7.000€ zu einem Kurs von 1,20393 und 3,00€ Gebühren in USD umtauschen lassen. Dadurch hat sich meine Zinslast um einiges gesenkt, jedoch fällt der Betrag im September mit 27,36€ noch ziemlich hoch aus, da wie schon einmal erwähnt, die Zinsen immer in der 1. Woche des Nachfolgemonats belastet werden.

Was bedeutet das für mein Einkommen?

Ergebnis September

Eingenommene Prämien: +27,99€
Dividenden: +0,00€
Zinsen: -27,36€
Forex: +364,25€

Ergebnis: +364,88€

Bitte was ??? Der hat sich doch verschrieben! Nein hat er nicht, ihr seht richtig, die eingenommenen Prämien decken gerade so die Zinsen und das monatliche Einkommen läge eigentlich bei ungefähr +/- 0€. Doch der Forexposten haut hier eine neue Bestmarke raus und beschert mir das beste Monatsergebnis in meinem 1. Jahr im Optionshandel.

Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und war selbst ziemlich verwundert. Zuerst dachte ich es wäre ein Fehler und habe mich auf die Suche gemacht und die vergangenen Monatsberichte betrachtet. Dort ist mir aufgefallen, dass jeden Monat ein unrealisierter Devisengewinn ausgewiesen wurde, der in den letzten Monaten immer größer geworden ist. Da mich unrealisierte Gewinne eher wenig interessieren, habe ich mir diese Seite der Auswertung nie wirklich angeschaut. Durch den Tausch der Währungen, also der Euro in USD kam es nun aber dazu, dass eben dieser Devisengewinn realisiert wurde.

Wie darf man sich das vorstellen?

Ich habe bei meinem Broker Geld in Euro hinterlegt. Nun habe ich aber Optionen auf amerikanische Aktien, welche logischerweise in USD notieren, verkauft. Soweit noch kein Problem, der Broker nimmt meine Euro als Sicherheit. Kommt es aber nun zu einer Ausübung, werden mir die Aktien eingebucht und ich bekomme eine negative US Dollar Position. Zu Beginn hatte ich also 9.000€ und 0$. Nach Einbuchung habe ich aber dann beispielsweise: 9.000€ und -6.000$. Mein Broker stellt die Dollar für mich bereit und verlangt für diese Zinsen. Ich habe quasi eine Short Position im US Dollar. Als die erste Position eingebucht wurde, lag der Dollarkurs noch unter 1,10. -6.000$ entsprechen also -5.455€. Wenn ich jetzt hingegen, Euro in USD tausche, wird der negative Saldo ausgeglichen und die eröffnete Short Position im Dollar wird geschlossen. Zum Zeitpunkt des Tausches lag der Dollarkurs aber, wie oben geschrieben, bei rund 1,20. Das bedeutet um 6.000€ zu begleichen, muss ich lediglich 5.000€ tauschen. Wie euch sicher aufgefallen ist, ergibt sich hierbei eine Differenz von 455€. Immer noch verwirrt? Kann ich verstehen, ich muss selbst während des Schreibens noch 3 mal darüber nachdenken.

Ich versuche es nochmal so einfach wie möglich festzuhalten. Ich verkaufe 6.000$ die ich mir von meinem Broker geliehen habe und erhalte dafür 5.455€. Mehrere Monate später kaufe ich 6.000$ und gebe sie meinem Broker zurück. Für diese bezahle ich aber lediglich 5.000€. Es entsteht ein Gewinn von 455€. Damit mein Broker mir die 6.000$ auch leiht, bekommt er von mir eine Leihgebühr.

So, es haut also alles hin, der Gewinn wurde tatsächlich realisiert und das Monatsergebnis ist somit das beste in diesem Jahr. Das gibt dem Depot natürlich einen ordentlichen Schub. Im Oktober sollte allerdings alles wieder ruhig ablaufen, was mit Währungsumtausch zu tun hat. Größere Forexposten sollten dann eigentlich erst wieder auftreten, wenn ich die USD zurück tausche und das ist hoffentlich noch viele Jahre hin 😀

Im September ergibt sich somit eine Rendite von 4,09% und für den Oktober stehen 8.962,11€ zum Handeln zur Verfügung.

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2 Gedanken zu “Einnahmen September 2017

  1. Hi, Christian.
    So gesehen hast du alles richtig gemacht indem du deine Euronen nicht von Anfang an in USD getauscht hast 🙂
    Ich hoffe nächsten Monat auch real starten zu können und überlege noch wieviel ich tatsächlich in USD tauschen soll. Hättest du nämlich die 7000€ am Anfang des Jahres bereits getauscht und würdest nun zurücktauschen in Euro, wäre der Währungsverlust erheblich (ungefähr 700-800€). Was für mich soviel bedeutet, dass ein gewisser Teil der Trades ein Nullsummen Spiel ist.

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Rüganer,

      da hast du recht, die Sache ist glücklich gelaufen. Die Währungsunterschiede machen schon einen beträchtlichen Teil aus. Besonders wenn man es jetzt auf einem Zeitraum von 9-10 Monaten betrachtet. Gut, dass ich vorhabe relativ lange am Optionshandel teilzunehmen, so dass sich der Betrag dann über die Jahre hinweg „verteilt“. Bzw. denke ich, habe ich auch ein Einstiegslevel gefunden mit dem ich gut leben kann, wenn man sich mal die Historie anschaut.

      Vielen Dank nochmal für deinen Tipp 🙂
      Viele Grüße
      Christian

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